Jan 01

Mobiltelefone werden von vielen Mobilfunkbetreibern subventioniert und, um die Kosten wieder amortisieren zu können, mit einem SIM-Lock versehen. Derzeit existieren drei verschiedenen Varianten von SIM-Locks:

  1. Sperre nach Land: Jedes Land hat einen weltweit eindeutigen Mobile Country Code (MCC oder CC), bestehend aus drei Ziffern, zugeteilt bekommen, Österreich hat beispielsweise den MCC 232. Die Software des Mobiltelefons erlaubt bei dieser Art des SIM-Locks nur SIM-Karten mit dem entsprechenden MCC.
  2. Sperre nach Mobilfunkbetreiber: Jedes Land vergibt den Mobilfunkbetreibern eindeutige Mobile Network Codes (MNC oder NC) aus zwei bis drei Zeichen, mobilkom austria (A1) hat beispielsweise den MNC 01. Auch in anderen Ländern wird derselbe MNC vergeben, deshalb setzt sich dieser SIM-Lock aus dem MCC und dem MNC zusammen.
  3. Full SIM-Card Lock: Zusätzlich zu MCC und MNC weist eine SIM-Karte die bis zu zehn Zeichen lange Mobile Subscriber Identifiation Number (MSIN oder SIN) auf. MCC, MNC und MSIN ergeben zusammen die (üblicherweise) weltweit eindeutige 15 Zeichen lange International Mobile Subscriber Identity (IMSI). Jedes Mobiltelefon das auf diese weise gesperrt wurde, kann somit nur mit einer einzigen SIM-Karte benutzt werden.

Üblicherweise kommt Variante 2. zum Einsatz. Apple greift beim iPhone in den USA Berichten zufolge auf Variante 3. und in Europa auf Variante 2. zurück – in Frankreich werden Variante 2. und aufgrund der Gesetzeslage vermutlich auch Variante 1. (andernfalls kein SIM-Lock) eingesetzt.



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