Feb 06

Manche Programme bieten die Möglichkeit ein Icon in der Menüleiste zu positionieren, zusätzlich werden sie allerdings noch im Dock angezeigt und vergeuden somit (zumindest auf kleinen Monitoren) wertvollen Platz. Manchmal findet man in den Einstellungen des Programms eine Option zum Verstecken des Dock-Icons, aber nicht alle Programme bieten diese angenehme Option. Cocoa-Programmen kann man allerdings sehr einfach beibringen, dass diese nicht mehr im Dock angezeigt werden sollen. Hierfür führt man auf das Programm im Finder einen sekundären Klick (i.d.R. Rechtsklick) aus und wählt “Paketinhalt zeigen” aus. Nun wird der Inhalt des Programm-Pakets angezeigt, hier navigiert man in den Ordner “Contents” und öffnet die Datei “Info.plist” mit einem beliebigen Texteditor. Zwischen “<dict>” und “</dict>” der ersten Ebene (am einfachsten direkt nach dem ersten “<dict>”) fügt man folgende Zeilen ein:

<key>LSUIElement</key>
<string>1</string> 

Nach dem nächsten Start des Programms sollte das Icon im Dock versteckt bleiben. Nachteil dieser Einstellung ist, dass die Menüleiste des Programms nicht mehr erreicht werden kann. Ein Programm, dass diese Aufgabe übernimmt ist Dock Dodger.

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Jan 15

Mac OS X verhindert das Ausführen von mehreren Instanzen eines Programms unter einem Benutzer. Bei Instant Messengern ist es allerdings häufig der Fall, dass man zumindest zwei Accounts/Konten (z.B. Privat und Firma) besitzt und mit diesen auch zur selben Zeit Online sein möchte. Skype verwendet leider ein proprietäres Protokoll und es ist somit nicht möglich Programme wie Adium für die Verbindung mit mehreren Konten einzusetzen, sondern man ist auf das Skype.app angewiesen. Skype selbst unterstützt auch nicht die Verwendung von mehreren Konten gleichzeitig. D.h. es bleibt nur die Möglichkeit zwei Instanzen von Skype laufen zu lassen, dafür muss man folgendes machen:

  1. Ein zweites Benutzerkonto (hier: “Privat”) für Mac OS X wird benötigt, d.h. dieses muss in den Systemeinstellungen anlegt sein bzw. werden
  2. Erste Skype-Instant wie gewohnt oder über das Terminal starten: “/Applications/Skype.app/Contens/MacOS/Skype”
  3. Benutzer im Terminal wechseln: “su Privat” (zuvor festgelegtes Passwort für den Benutzer muss eingegeben werden)
  4. Zweite Skype-Instanz über das Terminal starten: ”/Applications/Skype.app/Contens/MacOS/Skype”

Das lässt sich auch alles automatisieren, indem man sich ein kleines Shell-Skript schreibt. Damit das Passwort nicht immer eingegeben werden muss, kann auch die sudoers-Datei entsprechend bearbeitet werden – über eventuelle Sicherheitseinbußen sollte man sich im Klaren sein.

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Jul 29

Apple hat derzeit zahlreiche Probleme mit MobileMe wenn man den Beiträgen in Foren usw. glauben schenkt. Negativ für Apple ist außerdem, dass Google deren Kalender nun mit CalDAV-Unterstüzung ausgestattet hat und somit eine kostenlose Alternative zu Apple MobileMe bereitstellt, sofern nur synchronisierte Kalender benötigt werden. Mit Google Mail steht außerdem eine alternative für E-Mail bereit.

Die Einrichtung in Apple iCal gestaltet sich sehr einfach:

Zuerst startet man iCal und wählt aus dem Menü “iCal > Einstellungen” aus:

Hier wechselt man zu “Accounts” und klickt das “+”-Symbol am Ende der Liste:

Die “Beschreibung” kann beliebig gewählt werden. Als “Benutzername” und “Kennwort” müssen die Daten des Google-Kontos eingegeben werden. Als “Account-URL” muss “https://www.google.com/calendar/dav/<benutzername>/user” eingegeben werden, wobei “<benutzername>” mit dem Benutzernamen des Google-Kontos zu ersetzen ist. Ein Klick auf “Hinzufügen” beendet die Eingabe der Einstellungen:

Google Kalender ist nun in den Account-Einstellungen zu sehen und kann somit verwendet und synchronisiert werden:

In den Einstellungen des Kalenders können Online noch zusätzliche Kalender angelegt werden, die auch in iCal eingerichtet werden können. In der Account-URL muss allerdings anstelle des Benutzernames die Kalender-ID eingegeben werden.

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Jul 28

Apple liefert Dictionary (Lexikon) leider nur mit einem englischen Wörterbuch aus, selbst wenn man eine deutsche Betriebssystemversion von Mac OS X besitzt und installiert hat. Grundsätzlich sollte man davon ausgehen können, dass das mitgelieferte Wörterbuch (auch) die Sprache des Betriebssystems unterstützt, leider ist das aber nicht so.

Glücklicherweise erlaubt Dictionary die Installation von Plug-Ins und glücklicherweise war auch jemand so nett ein solches zu erstellen. Auf der Seite Dekl.de findet man Plug-Ins die Dictionary um einen deutschen Thesaurus und um ein Deutsch-Englisch-Wörterbuch erweitern. Download und Verwendung sind kostenlos, die Installation gestaltet sich dank des gewohnten Installationsprogramms sehr einfach.

Einstellungen zu den Wörterbüchern kann man wie gewohnt über “Lexikon > Einstellungen” festlegen. Bei der Suche mit Spotlight werden Ergebnisse für die Sprache angezeigt, die in Lexikon ausgewählt wurde – Online Abfragen werden bei der Spotlight-Suche nicht durchgeführt. In Programmen die Dictionary unterstützen (Im Kontextmenü dieser Programme wird “Im Lexikon nachschlagen” angezeigt), kann man auch ctrl+cmd+D drücken um die Beschreibung aus Dictionary für ein Wort zu erhalten – das zu verwendende Wörterbuch kann in der Fußzeile dieses Fensters ausgewählt werden.

Sollte man die Plug-Ins/Sprachen wieder deinstallieren wollen, so braucht man nur die Order “OpenThesaurus Deutsch.dictionary” bzw. “BeoLingus Deutsch-Englisch.dictionary” aus “/Library/Dictionaries” zu löschen.

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Jul 12

vi ist aufgrund seiner geringen Größe und weiten Verbreitung auf vielen *NIX-Betriebssystemen standardmäßig installiert. Aus diesem Grund ist es ein großer Vorteil, wenn man zumindest die Grundfunktionalität des Editors kennt und damit Dateien (z.B. Konfigurationsdateien) bearbeiten kann.

Mit dem Befehl “vimtutor” kann man in der Konsole ein vi-Tutorial starten, das sehr zu empfehlen ist und einem den Editor näher bringt.

Hier möchte ich dennoch die Funktionalität für Eilige kurz zusammenfassen:

Zum Starten von vi tippt man den Befehle “vi [-Optionen] Dateiname” in die Konsole.

Folgende wichtige Optionen stehen zur Verfügung:
-i: vi wird im Eingabemodus anstelle standardmäßig im Befehlsmodus gestartet.
-R: Die angegebene Datei wird Read-Only geöffnet.
+[n]: Sprint zu Zeile n, wobei [n] durch eine Ganzzahl zu ersetzen ist.

Selbstverständlich können Optionen auch miteinander kombiniert werden:
vi -R +50 .bash_history

Der Editor selbst kennt drei unterschiedliche Modi: Befehlsmodus, Eingabemodus und Kommandozeile. Standardmäßig wird vi im Befehlsmodus gestartet, mit der oben genannten Option -i kann allerdings der Eingabemodus erzwungen werden.

Im Eingabemodus kann man wie von einem Editor zu erwarten Text bearbeiten. Dabei werden die gedrückten Tasten an der aktuellen Cursor-Position eingefügt/gelöscht/… . Um den Eingabemodus oder die Kommandozeile (wieder) zu verlassen und in den Befehlsmodus (zurück) zu gelangen, muss man nur die Taste “Esc” drücken. In frühen Versionen von vi konnte man nicht erkennen, welcher Modus aktiv war, deshalb drücken vi-Benutzer vorsichtshalber gerne die Taste “Esc”, um sicher im Befehlsmodus zu sein, bevor sie fortfahren.

Zur Kommandozeile gelangt man, indem man im Befehlsmodus “:” eintippt. Wichtige Kommandos sind:
e!: Alle Änderungen seit dem letzten Speichern verwerfen.
w: Speichern.
wq: Speichern und beenden.
q: Beenden (nur wenn keine Änderungen vorgenommen wurden).
q!: Beenden ohne zu speichern.

Zum Speichern einer Datei und anschließendem beenden von vi tippt man im Befehlsmodus folgendes ein:
:wq

Im Befehlsmodus stehen unter anderem folgende wichtige Befehle zur Verfügung:

Bearbeiten:
i: Eingabe vor dem aktuellen Zeichen (wechselt in den Eingabemodus).
a: Eingabe nach dem aktuellen Zeichen (wechselt in den Eingabemodus).
I: Eingabe am Beginn der aktuellen Zeile (wechselt in den Eingabemodus).
A: Eingabe am Ende der aktuellen Zeile (wechselt in den Eingabemodus).
R: Überschreiben einschalten.

Bewegen:
w: Ein Wort vorwärts bewegen.
[n]w: [n] Wörter vorwärts bewegen, wobei [n] durch eine Ganzzahl zu ersetzen ist.
b: Ein Wort zurück bewegen.
[n]b: [n] Wörter zurück bewegen, wobei [n] durch eine Ganzzahl zu ersetzen ist.
0: Zum Zeilenanfang spingen.
$: Zum Zeilenende springen.
G: Zum Ende des Dokuments springen.
[n]G: Zur Zeile [n] des Dokuments springen, wobei [n] durch eine Ganzzahl zu ersetzen ist.

Löschen:
dd: Aktuelle Zeile löschen.
[n]dd: [n] Zeilen löschen, wobei [n] durch eine Ganzzahl zu ersetzen ist.
x: Nächstes Zeichen löschen.
[n]x: Nächste [n] Zeichen löschen, wobei [n] durch eine Ganzzahl zu ersetzen ist.
X: Vorheriges Zeichen löschen.
[n]X: Vorherige [n] Zeichen löschen, wobei [n] durch eine Ganzzahl zu ersetzen ist.
D: Löschen des Textes beginnend von Cursor-Position bis zum Zeilenende.

Rückgängig:
u: Letzten Befehl rückgängig machen.
U: Letzten Befehl in aktueller Zeile rückgängig machen.

Suchen:
/[pattern]: Vorwärtssuche nach [pattern], wobei [pattern] durch den Suchbegriff zu ersetzen ist.
?[pattern]: Rückwärtssuche nach [pattern], wobei [pattern] durch den Suchbegriff zu ersetzen ist.
n: Suche erneut durchführen.
N: Suche in umgekehrte Richtung erneut durchführen.

Speichern und beenden:
ZZ: Speichern und beenden (entspricht “wq” in der Kommandozeile).

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